ENERGIEregion Nürnberg e.V.
02.04.2026

Neue Energie-Expertise an der Hochschule Coburg

Mit Prof. Dr. Bettina Friedel erweitert das ENERGIEregion-Mitglied seine Kompetenzen in den Forschungsfeldern Batterien, Wasserstoff und Photovoltaik.

Prof. Dr. Bettina Friedel mit ihren Kollegen (v.l.n.r.) Prof. Dr. Michael Rossner, Prof. Dr. Christian Weindl und Prof. Dr. Bernd Hüttl; Foto: Hochschule Coburg
Prof. Dr. Bettina Friedel mit ihren Kollegen (v.l.n.r.) Prof. Dr. Michael Rossner, Prof. Dr. Christian Weindl und Prof. Dr. Bernd Hüttl; Foto: Andreas Wolf / Hochschule Coburg

Das Institut für Hochspannungstechnik, Energiesystem- und Anlagendiagnose (IHEA) an der Hochschule Coburg baut seine wissenschaftliche Expertise weiter aus: Mit Prof. Dr. Bettina Friedel gewinnt das Institut eine ausgewiesene Fachfrau für elektrochemische Energiesysteme. Damit ergänzt das 2017 gegründete Institut gezielt seine bisherigen Schwerpunkte in Hochspannungstechnik, Messtechnik sowie Diagnostik und Analytik.

Bislang deckt das IHEA mit den Professoren Prof. Dr. Christian Weindl, Prof. Dr. Michael Rossner und Prof. Dr. Bernd Hüttl ein breites Spektrum von der Systemsimulation über elektrische Energieverteilung bis hin zur Photovoltaik ab. Die Forschungsarbeit reicht von der Analyse kleinster Komponenten bis zur Modellierung komplexer Energiesysteme und richtet sich insbesondere an Industrieunternehmen und Netzbetreiber.

Fokus auf elektrochemische Prozesse und Bauteilverhalten

Mit der Berufung von Prof. Dr. Bettina Friedel wird insbesondere die elektrochemische Charakterisierung auf Laborebene gestärkt. Ihr Forschungsansatz zielt darauf ab, materialphysikalische und chemische Prozesse innerhalb von Energiesystemen frühzeitig zu verstehen und zu bewerten.

Im Mittelpunkt stehen dabei Technologien wie Batterien, Elektrolyseure, Brennstoffzellen, CO₂-Recycling sowie innovative Photovoltaiksysteme. Durch gezielte Analysen lassen sich Belastungsmechanismen und daraus resultierende Materialveränderungen früh erkennen. Das hilft, Schwachstellen bereits in der Entwicklungsphase zu identifizieren und kostenintensive Schäden in späteren Anwendungen zu vermeiden.

Impulse für Wasserstoff und nachhaltige Energiesysteme

Ein besonderer Fokus liegt künftig auf der Weiterentwicklung von Wasserstofftechnologien. Gemeinsam mit den Kollegen aus den Bereichen Photovoltaik und Hochspannungstechnik arbeitet Friedel bereits an interdisziplinären Fragestellungen. Langfristig soll der Technologietransfer in die Industrie weiter ausgebaut werden – insbesondere in den Bereichen Degradationsanalyse, Performancebewertung und Lebensdauertests von Brennstoffzellen und Elektrolysesystemen. Auch Kooperationen mit Unternehmen aus der Region sind geplant, um innovative Lösungen schneller in die Anwendung zu bringen.

Beitrag zur Energiewende und Fachkräfteentwicklung

Neben ihrer Forschung ist Prof. Dr. Friedel in mehreren Studiengängen der Hochschule Coburg aktiv und leitet den Studiengang Energietechnik und Erneuerbare Energien. Mit ihrem Engagement stärkt sie nicht nur die Forschung, sondern auch die Ausbildung dringend benötigter Fachkräfte für die Energiewende.

Die Erweiterung des IHEA unterstreicht die wachsende Bedeutung integrierter Forschungsansätze – von der Materialebene bis zum Energiesystem. Damit positioniert sich das ENERGIEregion-Mitglied als leistungsfähiger Partner für Industrie und Forschung im Kontext nachhaltiger Energieversorgung.

 

Quelle: Hochschule Coburg; redaktionell verändert durch ENERGIEregion Nürnberg e.V.

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