ENERGIEregion Nürnberg e.V.
27.07.2022

Exkursion zur Sektorenkopplung der Stadtwerke Stein

Gut 20 Teilnehmer*innen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung überzeugten sich von der intelligenten KWK-Anlage des Energieversorgers.


Baustellen-Besichtigung in Stein mit Diskussion.

Über 87 Prozent der Kunden erwarten einen aktiven Beitrag der Stadtwerke Stein zur Energiewende. So lautet das Ergebnis einer Kundenbefragung. Eine Aufgabe, welche René Lukas, Geschäftsführer der Stadtwerke Stein, u.a. mit einer intelligenten Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage (iKWK) angegangen ist. iKWK bedeutet in diesem Fall die intelligente Kopplung der Energiesektoren Strom und Wärme über eine für den Wasserstoffbetrieb vorbereitete KWK-Anlage in Verbindung mit einer Großwärmepumpe und einem Power-to Heat-Baustein. Da die Stadtwerke Stein über genügend erneuerbare Energiequellen (u.a. Photovoltaik) verfügen, wird ausschließlich „Grünstrom“ eingesetzt.

Da diese Lösung zukunftsweisend und exemplarisch für den Einsatz der Sektorenkopplung ist, organisierte die ENERGIEregion Nürnberg e.V. im Auftrag der Metropolregion Nürnberg, Forum Klimaschutz uns nachhaltige Entwicklung am 12. Juli 2022 eine Exkursion nach Stein. Dabei gingen Teilnehmer*innen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung zusammen mit den Referenten der Frage nach, welche Bedeutung die Kopplung der verschiedenen Energiesektoren für das angestrebte Energiesystem der Zukunft haben wird bzw. bereits hat.

Kurt Krömer, Bürgermeister der Stadt Stein und Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke Stein, begrüßte die Exkursionsteilnehmer*innen.
Mehr als 20 Interessierte Entscheider aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung nahmen an der Exkursion teil.

Vorträge über die Sektorenkopplung als wichtigen, oft übersehenen Baustein der Energiewende und deren Einbindung in gesamtgesellschaftliche Fragestellungen von Thomas Vogel, Geschäftsführer der zeitgeist engineering GmbH, Berichte von René Lukas zur aktuellen Lösung, und ein vertiefender Blick in einen Planungsaspekt von Tobias Grötsch, Grötsch Energietechnik GmbH, lieferten das theoretische Grundgerüst.

Da es ja aber eine Exkursion war, konnten nach der Theorie die imposanten Anlagen einer Sektorenkopplung mit iKWK optisch und haptisch real begutachtet werden.

Die regen Gespräche am Rande und während der Besichtigung vermittelten den Eindruck einer rundum erfolgreichen Exkursion.

 

Technische Daten der iKWK-Anlage der Stadtwerke Stein

KWK-Anlage: 1999 kW el. / 1880 kW therm.

Wärmepumpe: 853 kW Wärmeleistung

Power-to-Heat-Modul: 800 kW Wärmeleistung

Wärmemenge gesamt 14.500 MWh/a

Abnehmer: 1200 Häuser & Wohnungen

Trassenlänge Wärmenetz: 5400 m

 

PS: Das Forum für Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung plant zusammen mit der ENERGIEregion Nürnberg e.V. weitere Exkursionen zu interessanten Lösungen der Sektorenkopplung. Bleiben Sie am Ball!

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