ENERGIEregion Nürnberg e.V.
19.04.2022

Bayerisches Zentrum für Batterietechnik BayBatt erhält neues Lehrgebäude

Das an der Universität Bayreuth angesiedelte Forschungszentrum bezieht neue Räume auf vier Etagen.


Vor dem Eingang des neuen BayBatt-Gebäudes: Mitglieder der Arbeitsgruppen von Prof. Dr. Matteo Bianchini und Juniorprofessor Dr.-Ing. Fridolin Röder. Außen links und rechts: die BayBatt-Koordinator*innen Dr. Matthias Daab und Dr. Julia Menzel. Foto: UBT/J. Rennecke.

"Mit dem angemieteten Gebäude im Industriegebiet bieten wir unseren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern hervorragende Rahmenbedingungen für ihre Arbeit an einem der wichtigsten Themen unserer Zeit: nachhaltige Lösungen zur Energieversorgung", sagt Dr. Nicole Kaiser, Kanzlerin der Universität Bayreuth. Zudem spiegele die räumliche Grundstruktur die interdisziplinäre Zusammenarbeit innerhalb des Zentrums wieder: "Individuell genutzte Labore und Büros werden durch arbeitsteilig genutzte Flächen und gemeinsame Aufenthaltsräume ergänzt. Ein idealer Platz für verbindende und disziplinübergreifende Forschung."

Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume betont die Bedeutung innovativer Batterieforschung für die Zukunft Bayerns: "Energiepolitik ist Sicherheits- und Wirtschaftspolitik! Wir müssen uns auf Energieträger konzentrieren, die wir selbst haben. Intelligente und innovative Speichertechnologien sind für unsere Sicherheit und unseren Wohlstand in der Zukunft elementar – sei es in Elektrofahrzeugen, bei stationären Batteriespeichern oder im Rahmen unserer täglichen Verbraucherelektronik. Die Einrichtung des BayBatt ist dafür eine weichenstellende Maßnahme aus unserer Hightech Agenda Bayern. Ich freue mich, dass diese hochwertige Liegenschaft dafür gewonnen werden konnte."

Raum für interdisziplinäre Forschung


Die in Deutschland einzigartige fachliche Bandbreite des BayBatt spiegelt sich auch in den fachlichen Profilen der beteiligten Lehrstühle und Professuren. Als einer der ersten arbeitet Prof. Dr. Matteo Bianchini mit seinem internationalen Team im neuen Forschungsgebäude. Er ist Inhaber des Lehrstuhls für Anorganische Aktivmaterialien für elektrochemische Energiespeicher und hat sich auf Elektrodenmaterialien spezialisiert. Erst kürzlich hat er einen ERC Starting Grant, den höchsten europäischen Förderpreis, für sein Vorhaben erhalten, Festkörperbatterien auf Natrium-Basis zu entwickeln. "4SBatt", so der Name des Projekts, widmet sich damit aktuellen Fragen rund um die Batterie: mehr Reichweite und mehr Sicherheit.

Auch Juniorprofessor Dr.-Ing. Fridolin Röder hat bereits mehrere Räume am neuen BayBatt-Standort bezogen. Er befasst sich mit seinem Team ebenfalls mit zentralen technischen Herausforderungen der Energiewende und der Elektromobilität. Der Fokus seiner Forschungsarbeiten richtet sich dabei auf die Entwicklung moderner Batteriemanagementsysteme. In den nächsten Monaten werden weitere Professorinnen und Professoren berufen, die das batteriespezifische Know-How der Universität Bayreuth weiter verstärken werden. Elektrische Energiespeicher, Mechanik sowie Nachhaltigkeit und Stoffkreisläufe bilden die Schwerpunkte.


Quelle: Pressemitteilung Universität Bayreuth

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