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wbg Nürnberg erhält DW-Zukunftspreis 2018

Wegweisendes Quartierskonzept des ENERGIEregion-Mitglieds bringt energetische Modernisierung und Sozialverträglichkeit in Einklang.

GdW-Präsident Axel Gedaschko (links) und Juryvorsitzender Prof. Dr. Franz Josef Radermacher (rechts) überreichen den DW Zukunftspreises an wbg-Geschäftsführer Ralf Schekira; Foto: Christian Kant, Aareon

Unter dem Motto „Gegen die Klimaplanwirtschaft: intelligente Lösungen statt noch mehr Regulierung“ lobte die DW Die Wohnungswirtschaft den DW-Zukunftspreis der Immobilienwirtschaft aus.

Dieses Jahr standen kreative, praktikable, effiziente und gleichzeitig bezahlbare Lösungen zur Umsetzung der Energiewende im Fokus, die bewusst Alternativen zum politischen Mainstream schaffen. In der Auslobung wurde daher darauf Bezug genommen, dass die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft immer mehr feststellt, dass die einseitige Konzentration auf die Gebäudeeffizienz im Wärmebereich und die gleichzeitig zentralistische Organisation im Strombereich in der Praxis das Gelingen der Energiewende in Frage stellen. Komplexes, lösungsorientiertes Denken und Handeln sind gerade deshalb umso mehr gefragt, um der vermeintlichen Notwendigkeit von immer mehr Ordnungsrecht und Zwangsverpflichtungen zu widersprechen.

Die Jury hat die wbg Nürnberg für ihr energetisches Quartierskonzept unter Berücksichtigung des ganzheitlichen Ansatzes von modifizierten energetischen Standards, regenerativer Energieerzeugung, intelligenter Verbrauchssteuerung und digitalisierter Datenauswertung prämiert.

Seit den neunziger Jahren beschäftigt sich das Unternehmen mit Maßnahmen zur Energieeinsparung im Gebäudebestand. In Auswertung der gewonnenen Erkenntnisse musste eingeschätzt werden, dass flächendeckende, gebäudebezogene Modernisierungen mit immer höheren energetischen Standards sozial und betriebswirtschaftlich nicht mehr befriedigend umsetzbar sind. Für die wbg war das der Anlass, 2013 zusammen mit der Energieagentur Nordbayern eine Endenergie- und CO2-Bilanz für die wbg-Unternehmensgruppe zu erstellen, um den energetischen Status Quo festzustellen und Leitplanken für die Zukunft, entsprechend der klimapolitischen Ziele, aufzustellen.
Das Ergebnis der Analyse hat die wbg zur Überlegung gebracht, nicht mehr flächenhaft gebäudebezogen nach den Standards der Energieeinsparverordnung zu modernisieren, sondern künftig einen sozial verträglichen, betriebswirtschaftlich und technisch praktikablen Quartiersansatz zur Energieeinsparung zu verfolgen, so der technische Geschäftsführer Ralf Schekira.

Entwickelt wurde ein Fünf-Stufen-Modell mit abgestuften energetischen Standards. Stufe 1 ist die Basis-Modernisierung. Diese umfasst neben den gesetzlichen Vorgaben, wie z. B. der Dämmung der obersten Geschossdecke, insbesondere erweiterte Instandhaltungsmaßnahmen und eine Optimierung der Anlagentechnik. Für die vergleichsweise geringen Investitionen fällt damit auch nur eine Modernisierungsumlage von ca. 50 Cent pro m2 an. Im selben Quartier werden aber auch energetische Vollmodernisierungen oder Umbauten (Stufe 2 und 3) umgesetzt, die die Mieter mit ca. 1,50 bis 1,80 Euro pro m2 belasten oder nach dem Mietspiegel neu vermietet werden. Möglichkeiten der DG-Aufstockung werden mit Stufe 4 und mit einem erhöhten KfW-70-Standard genutzt. Abgerundet wird das Quartierskonzept in der Stufe 5 mit ergänzenden Neubauten, im KfW-55- oder -70-Standard.

Beispielhaft umgesetzt wurde der Wettbewerbsbeitrag in der in den 60er Jahren gebauten wbg-Kernwohnanlage Sündersbühl.

 

Mehr Informationen zu den technischen Details des Quartierskonzepts können Sie der Pressemitteilung der wbg entnehmen.

Ein Kurzvideo hierzu zum Wettbewerbsbeitrag finden Sie auf YouTube:
https://www.youtube.com/watch?v=bZ74a6Pys2k

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