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Wasser, Strom und Co. sparen – auch ohne finanzielle Anreize

Universität Bamberg und ETH Zürich weisen erhebliche Energieeinsparungen durch Echtzeit-Feedback im Alltag nach.

Personen, die den Wasserverbrauch beim Duschen sahen, verbrauchten weniger Energie – auch wenn sie dadurch kein Geld sparten. Quelle: Amphiro AG

In einer Feldstudie mit über 10.000 Teilnehmenden haben Forscherinnen und Forscher der ETH Zürich und der Universität Bamberg untersucht, wie sich unmittelbar sichtbare Echtzeit-Informationen zum persönlichen Ressourcenverbrauch auf das Verhalten auswirken. Dabei wurden Duschen in sechs Schweizer Hotels mit einem Gerät ausgestattet, das den Wasser- und Energieverbrauch pro Duschvorgang erfasste. Ein Teil der Geräte zeigte den Verbrauch sowie die Wassertemperatur während des Duschens an, der übrige Teil der Geräte stellte nur die Wassertemperatur dar. Insgesamt wurden über 19.596 Duschvorgänge erfasst und ausgewertet, um die Frage zu beantworten, wie sich die Informationen auf das Verbrauchsverhalten auswirkten.

 

„Die Ergebnisse zeigen, dass verständliche Informationen zum persönlichen Verbrauch zu großen Einsparungen führen können. Dabei ist es wichtig, dass der Nutzer oder die Nutzerin die Informationen bereits während der Handlung einsehen kann“, sagt Prof. Dr. Thorsten Staake, Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschaftsinformatik, insbesondere Energieeffiziente Systeme an der Universität Bamberg. Im Fall der Studie sinkt der Warmwasserverbrauch um 11,4 Prozent beim Duschen, also um 0,22 Kilowattstunden pro Duschvorgang. Bemerkenswert ist auch, dass die Studienteilnehmenden ihren Verbrauch reduzierten, ohne dadurch finanzielle Vorteile zu erlangen.

 

Einen großen Vorteil gegenüber bisherigen Forschungen ergibt sich aus der Datenerhebung der Studie: So konnten Selektionseffekt der Versuchsteilnehmer ausgeschlossen werden, da es sich bei den Probanden um reguläre Hotelgäste handelt, die sich nicht sich nicht extra für die Studie angemeldet hatten. Dabei wurden die Daten nicht personenbezogen erhoben.

 

Auf die Frage nach der energetischen Rentabilität der Feedback-Systeme, entgegnet Samuel Schöb, Doktorand an der Universität Bamberg und Entwickler der Software der Verbrauchsanzeige: „Oft wird außer Acht gelassen, wie viel Energie etwa Raumwärme und Warmwasser benötigen. Mit der Energie, die man in nur einer Sekunde unter der Dusche benötigt, kann man über eine Stunde am PC arbeiten.“ Und: „Das Gerät kommt ohne Batterien aus, da es die Energie aus dem Wasserfluss erzeugt. Zudem kompensieren die durchschnittlichen CO2-Einsparungen die Produktion bereits nach wenigen Monaten.“

 

Quelle: Pressemitteilung Uni Bamberg

 

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