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Schamottenburg trotzt Thermomix

Nach vier Monaten wurde der Gebäude-Energieeffizienz-Wettbewerb unter Studierenden der Hochschule Coburg nun erfolgreich beendet.

Gebäude-Energieeffizienz-Wettbewerb bei CREAPOLIS (Foto: Hochschule Coburg)

Vier, je einen Kubikmeter große Gebäudemodelle inklusive Fenster trotzten seit Dezember 2018 auf dem Gelände der Technologietransferplattform CREAPOLIS an der Hochschule Coburg Wind und Wetter. Als einzige Wärmequelle diente eine Glühbirne.

Prof. Friedemann Zeitler hatte den Energieeffizienz-Wettbewerb ausgerufen. 22 Studierende haben mitgemacht – überwiegend aus den Studiengängen Architektur und Bauingenieurwesen. Sensoren überwachten Temperatur und Energieverbrauch und sammelten die Daten, die am Schluss zur Bewertung wichtig waren.

Als im Winter die ersten Messergebnisse vorlagen, war erstmal gar nicht so klar, welche Strategie die beste sein würde. Die Bauwerke „Schamottenburg“ und „Thermomix“ setzten sich aber damals schon etwas von der Konkurrenz ab. Die einen bauten auf professionelle Ständerbauweise und Dämmung, die anderen auf eine geschickte Aufteilung des Innenraums, um mögliche Energieverluste durch das Fenster zu verhindern.

Sieben Kriterien hat Prof. Zeitler für die Bewertung festgelegt. Punkte gab es für einen geringen Energiebedarf, eine ausgeglichene Temperatur im Modell, das richtige Innenvolumen sowie das Einhalten der Vorgaben und ein stimmiges Konzept.

Das Siegerteam "Schamottenburg": Lea Hartmann thronend über v.l. Christoph Klamert, Lorenz Diethelm, Harvey Bustamante Gonzalez, Sven Bergmann und Maximilian Dehm. (Foto: Hochschule Coburg)
Das Siegerteam "Schamottenburg": Lea Hartmann thronend über v.l. Christoph Klamert, Lorenz Diethelm, Harvey Bustamante Gonzalez, Sven Bergmann und Maximilian Dehm. (Foto: Hochschule Coburg)

Mit 21 Punkten setzte sich am Ende tatsächlich der Favorit durch. Die „Schamottenburg“- erbaut von fünf Bauingenieur-Studenten mit Meister- oder Gesellenbrief und einer Architekturstudentin. In fast allen Kategorien war die „Schamottenburg“ auf dem ersten oder zweiten Platz. Auch wenn es am Schluss etwas Punktabzug gab - das Fenster war nicht wirklich regelkonform eingebaut. „Sie haben der bereitgestellten Lichtkuppel nicht getraut“, schmunzelt Zeitler. Die war zwar im Dach des Gebäudes integriert, darunter aber eine Betondecke mit minimaler Aussparung gezogen. Sonnenlicht drang damit genau so wenig ins Innere des Modells wie Wärme von Innen entweichen konnte.

Freuen konnten sich die sechs Studierenden am Schluss über ein Jahresabo der Zeitschriften structure und detail. Außerdem hat die Firma Lamilux, die auch die Lichtkuppeln gesponsert hat, alle 22 Studierenden zur Firmenbesichtigung eingeladen. Gefördert wurde das Projekt durch den Coburger Weg, welcher über seinen Innovationsfonds Ideen von Lehrenden und Studierenden unterstützt.

„Wir haben viel gelernt und ich verspreche Ihnen, wir machen das wieder“, fasste Prof. Zeitler das angewandte Lehrprojekt, welches auch von der ENERGIEregion Nürnberg e.V. medial begleitet wurde, zusammen.

Ein Video zur Energieeffizienz-Wettbewerb und zum Making Of der Gebäudemodelle finden Sie auf der Website der Hochschule Coburg:
https://www.hs-coburg.de/news-detailseite/eine-gluehbirne-als-heizung.html


(Quelle/Text: in Anlehnung an Madelaine Ruska/Hochschule Coburg)


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