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Multifunktionale Fassade

Forschungsprojekt in Kitzingen beschäftigt sich mit der Entwicklung eines modularen und intelligenten Fassadenelements für Wohngebäude.

Die Fassade übernimmt als Abschluss der Gebäudehülle zahlreiche Funktionen. Ziel des Forschungsprojektes „Fassade³ - Entwicklung eines multifunktionalen Fassadenelements mit hohem Vorfertigungsgrad“ ist es, diese Funktionen intelligent in einem System zu verknüpfen. Der Projektfokus liegt auf der Weiterentwicklung innovativer Komponenten und der Demonstration einer effizienten, aktiven und modularen Fassade. Ein hoher Vorfertigungsgrad und die modulare Bauweise des Fassadenelements sollen einen wirtschaftlichen Einsatz in mehrgeschossigen Wohngebäuden ermöglichen. Die Gebäudehülle kann, neben den Anforderungen an den Wärme- und Feuchteschutz, weitere Funktionen übernehmen und beispielsweise Photovoltaikelementen und Sonnenschutzeinrichtungen Platz bieten. Die verschiedenen passiven und aktiven Bauelemente stehen für sich. Geplant ist daher die Einbindung in ein intelligentes Regelungskonzept, um die Energieeffizienz des Gebäudes und den Nutzerkomfort zu steigern.

Dieser Herausforderung gehen die ENERGIEregion-Mitglieder Technische Hochschule Nürnberg (Projektleitung) und Bayerisches Zentrum für Angewandte Energieforschung zusammen mit dem Hohenstein Institut für Textilinnovation, der OPVIUS GmbH, der INNOPARK Kitzingen GmbH und der ACX GmbH nach.

Südansicht des Demonstrationsgebäudes im INNOPARK Kitzingen
Südansicht des Demonstrationsgebäudes im INNOPARK Kitzingen; Foto: TH Nürnberg/Marcel Neberich

Der Forschungsfokus liegt dabei insbesondere auf der organischen Photovoltaik. Hierbei handelt es sich um flexible, gedruckte Dünnschichtmodule, die als (semi-)transparente Elemente ausgeführt werden können. Im Gegensatz zu Standard-PV Modulen können sie somit optisch ansprechend in die Fassade integriert werden. Wie bei einem Baukasten werden verschiedene aktive, passive, (semi-) transparente Einzelmodule entwickelt, die miteinander kombiniert werden können. Ein regelbarer, selektiv beschichteter Sonnenschutz soll im Sommer die solare Einstrahlung reduzieren und gleichzeitig einen hohen Tageslichteinfall ermöglichen. Ein Sensor misst die solare Einstrahlung. Die erforderliche Wärmedämmung der Fassade soll ein Dämmstoff aus nachwachsenden Rohstoffen gewähren, der im Rahmen des Projekts entwickelt wird.

Nach einer zweijährigen Entwicklungs- und Planungsphase sollen die modularen Fassadenelemente an einem Demonstrationsgebäude installiert und im Rahmen eines Monitorings untersucht und bewertet werden. Wenn dies erfolgreich verläuft, soll das neue System bei der Sanierung von Mehrfamilienhäusern zum Einsatz kommen.

(Quelle: Technische Hochschule Nürnberg / Energiewende Bauen)

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