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Intelligenztest für das Stromnetz

ENERGIEregion-Mitglied Bayernwerk Netz ist Teil des ersten bundesweiten Testabrufs von dezentralen Anlagen zur Behebung von Netzengpässen.

Intelligenztest für das Stromnetz; Bild: Fotolia / christian42

Netzbetreiber und Unternehmen der Energiebranche haben zum ersten Mal über die Verbindung zweier Online-Plattformen die gezielte Steuerung dezentraler Stromverbraucher, -speicher und -erzeuger unter Realbedingungen getestet, um zukünftig im Bedarfsfall gemeinsam Transportengpässe vermeiden und das Stromnetz stabilisieren zu können.

Möglich wurde dieser Test durch die Zusammenarbeit der beiden SINTEG-Projekte C/sells, mit dem Fokus auf Süddeutschland und Solarenergie, und enera, mit dem Fokus auf Norddeutschland und Windenergie. Beide Projekte suchen Lösungen, wie zukünftig dezentrale Anlagen statt konventionellen Kraftwerken das Stromnetz stabilisieren können und haben dafür Online-Plattformen entwickelt, auf denen dezentrale Anlagen ihre Flexibilität für das Stromnetz zur Verfügung stellen können.

Bei dem Testabruf wurde nach Koordination mit den beteiligten Netzbetreibern Avacon Netz GmbH, Bayernwerk Netz GmbH und EWE NETZ GmbH auf Anforderung des Übertragungsnetzbetreibers TenneT der Stromverbrauch eines Speichers im windreichen Niedersachsen erhöht, um Strom aus erneuerbaren Energien aufzunehmen. Gleichzeitig haben im Gebiet des ENERGIEregion-Mitglieds Bayernwerk Netz im laststarken Süden, auf Abruf des regionalen Energienetzbetreibers, Biogas- und KWK-Anlagen mehr Strom eingespeist, um die Stromnachfrage vor Ort zu decken. So wurde die im Stromnetz zu transportierende Strommenge reduziert und dazu beigetragen, Transportengpässe zu beheben.

Die Zukunft der Energieerzeugung ist aus Sicht der beteiligten Verteilnetzbetreiber Avacon Netz GmbH, Bayernwerk Netz GmbH und EWE NETZ GmbH dezentral und findet in den Verteilnetzen statt. Die Netzbetreiber rechnen für die Zukunft mit einem starken Zubau an Elektromobilität, Wärmepumpen und elektrischen Speichern. Da diese steuerbar Strom aufnehmen und abgeben können, können sie dem Netz flexible Kapazitäten zur Stabilisierung zur Verfügung stellen. Diese Stromnutzer entnehmen Strom aus dem Verteilnetz oder speisen ihn dort auch wieder ein; daher sind sie zunächst für das Verteilnetz netzdienlich. Damit sie zukünftig auch zur Stabilisierung des Höchstspannungsnetzes (Übertragungsnetz) eingesetzt werden können, müssen sich die Netzbetreiber der unterschiedlichen Spannungsebenen abstimmen und koordinieren.

„Die vom Kunden getriebene, dekarbonisierte Energiewelt von morgen wird dezentral und digital organisiert sein. Durch die Nutzung von Anlagen im Verteilnetz können auch Engpässe im Übertragungsnetz bewirtschaftet werden. Dazu bedarf es einer intensiven Zusammenarbeit der Netzbetreiber“, betonte Dr. Egon Westphal, Technik-Vorstand beim Bayernwerk.

Mehr Informationen zum Test und die Kontaktdaten der jeweiligen Ansprechpartner finden Sie in der Pressemitteilung unter:
https://projekt-enera.de/wp-content/uploads/PM_Abruf-Flexibilita%CC%88ten-csells_enera.pdf 

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