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Heizen mit Eis im Quartier

Ein ganzheitliches energetisches Konzept verfolgt die UDI-Gruppe bei ihrem neuen Entwicklungsvorhaben in einem Nürnberger Stadtquartier.

Schematische Darstellung des Energiekonzepts mit unterirdischem Eisspeicher; Grafik: NATURSTROM AG

Das Quartier mit einem geplanten Investitionsvolumen von über 68 Mio. Euro besteht aus einem Bürogebäude mit repräsentativen Ausstellungsräumen, einem Hotel, einem Boarding-Haus sowie einem Parkhaus. Der Spatenstich soll noch in diesem Sommer erfolgen. Zudem ist geplant, dass der Bau der Gebäude besonders lärm-, staub- und abfallarm erfolgen soll. Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) hat das Bürogebäude bereits mit dem „Gold“-Standard aufgrund des innovativen Energiekonzepts vorzertifiziert.

Bei dem energetischen Konzept des Projekts werden Strom, Wärme, Kühlung und Energie für Elektromobilität vor Ort erzeugt. Ziel ist die Versorgung zu 100% aus erneuerbaren Energien. Kernbestandteil ist ein riesiger Eisspeicher, der sowohl im Winter zur Wärmeenergieerzeugung als auch im Sommer zur Kühlung genutzt wird. Hierzu wird die Kristallisationsenergie gefrierenden Wassers genutzt. So setzen 125 Liter gefrierenden Wassers die Wärmeenergie von einem Liter Heizöl frei. Zudem werden Solar-Luft-Kollektoren zur Wärmegenerierung auf den Dächern der Gebäude installiert. Im Sommer wird das gefrorene Wasser des Eisspeichers zum Kühlen verwendet. Um die Energie der benötigten Pumpen zu generieren, wurden zudem ein Blockheizkraftwerk, das ausschließlich Biogas nutzt, und Photovoltaikanlagen in das Konzept integriert.

Durch die intelligente Vernetzung des Bedarfs an Wärme, Kälte, Strom und Energie für Mobilität wird eine besonders effiziente Energienutzung im Quartier erreicht. Während im Bürogebäude tagsüber Strom benötigt wird, sind die Verbräuche im Hotel und Boardinghaus morgens und abends hoch. Eine gemeinsame Lösung kann somit effizienter ausfallen und umweltschonender sein als die Installation von Einzellösungen.

Die zukunftsweisende Gebäudetechnik besticht mittels eines minimalen Primärenergiebedarfs bei maximalem Nutzerkomfort durch ein ausgezeichnetes Raumklima und niedrige Betriebskosten. Für das besonders gute Raumklima ist eine Betonkerntemperierung vorgesehen. Dabei handelt es sich um ein ausgeklügeltes Heiz- und Kühlsystem, das über Wasserleitungen die massiven Betonbestandteile zum Speichern von Wärme und Kälte nutzt. Durch Lastenverschiebung wird so die im Sommer entstehende Wärme zusätzlich zur Regeneration des Eisspeichers genutzt. Zudem kann auch mittels Energieausgleich der unterschiedlich temperierten Gebäude der Bedarf an Heizwärme oder Kühlung deutlich gesenkt werden.

Im Parkhaus sind zunächst 15 Ladestationen für die Elektroautos geplant. Um auch einem steigenden Bedarf an Ladestationen bei einem wachsenden Anteil von Elektroautos decken zu können, besteht die Erweiterungsmöglichkeit auf 100 Stellplätze mit Ladesäulen. Den Strom für die Elektroautos liefern die Photovoltaikanlagen auf den Dächern. Die übrigen Dachflächen sollen begrünt werden.

Quelle: Pressemitteilung UDI-Gruppe

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