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Forschungsnetzwerk für mobile Messsysteme gestartet

ENERGIEregion Nürnberg erhält 140.000 € Förderung zur Entwicklung flug- und robotergestützter Prüfverfahren für Energieversorgungsanlagen.

1. Netzwerktreffen des ZIM-Netzwerk mobiInspec; Foto: ENERGIEregion Nürnberg/S. Reichenwallner

Dezentrale Energie-Anlagen, wie Solarkraftwerke, Wind- und Wasserkraftanlagen, stellen sehr spezielle Anforderungen an technische Prüfverfahren, mit denen Zustand und Leistungsfähigkeit überwacht werden. Typische Anlagengrößen sind wesentlich kleiner als bei konventionellen Kraftwerken, da die Energieerzeugung in der Fläche stattfindet. Prüfeinrichtungen sind deshalb vorzugsweise mobil, um mit vertretbarem Aufwand eine serielle Prüfung von Anlage zu Anlage realisieren zu können. Die Prüfungen erfolgen in der Regel im Freiland, wodurch die Verfahren auch eine hohe Robustheit gegenüber Witterungseinflüssen aufweisen müssen. Gleichzeitig dürfen die Prüfverfahren den laufenden Betrieb der Anlagen nicht stören.

Auf Grund der steigenden Zahl von dezentralen Energieerzeugungsanlagen wird der Bedarf an neuen Technologien und Verfahren für Mess- und Prüfvorgänge in den nächsten Jahren ansteigen. Ein attraktiver Markt, den sich Mittelständler aus der Metropolregion Nürnberg gemeinsam erschließen wollen. Dr. Michael Fraas, Wirtschaftsreferent der Stadt Nürnberg und Vorstandsvorsitzender der Kompetenzinitiative ENERGIEregion Nürnberg e.V., sagt: „Mit dem Forschungsnetzwerk ‚Mobile Messtechnik in der Energieversorgung‘, kurz mobiInspec, setzen wir konsequent auf Innovation aus dem Mittelstand. Mobile Messtechnik ist ein Zukunftsmarkt und unsere Mittelständler wollen sich gemeinsam die beste Startposition im Wettbewerb sichern. Wir freuen uns, dass uns das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hierin unterstützt!“

Die Förderung im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) hat vorerst eine Laufzeit von einem Jahr und dient zum Aufbau der Netzwerkstrukturen, der Erstellung einer Forschungsroadmap und der Initialisierung erster konkreter Entwicklungsprojekte.

„Ziel des Netzwerks ist es, gemeinsam mit spezialisierten Unternehmen, Hoch-schulen und Forschungseinrichtungen maßge-schneiderte mobile Prüfverfahren zu entwickeln und zu vermarkten. Ein Schlüssel für solche innovativen Lösungen wird unter anderem im Einsatz von automatisierten, roboter- oder fluggestützten Verfahren für die Inspektion gesehen. Weitere Entwicklungs-schwerpunkte könnten der Einsatz von mobilen optischen und elektrischen In-situ-Messverfahren sein“, so der geschäftsführende Vorstand Dr. Jens Hauch.

Erreicht werden soll dies durch eine intensive Zusammenarbeit von verschiedenen Akteuren wie z.B. Betreibern von Energieerzeugungsanlagen, Ener-gietechnikfirmen und Herstellern von Kamerasystemen oder Messgeräten. Neben den derzeitigen Partnern egg-tech GmbH, Evocortex GmbH, HaWe Engineering GmbH, SKZ -Testing GmbH, Sunset Energietechnik GmbH, Sunsniffer GmbH, SUNTEC Energiesysteme GmbH, Technische Hochschule Nürnberg, Universität Würzburg und Zentrum für Angewandte Energieforschung Bayern ist mobiInspec offen für weitere Unternehmen und Forschungseinrichtungen!

Interessierte können sich direkt an den Projektleiter Dr. Thomas Kunz wenden: Telefon: 0911/25296-24, Email: thomas.kunz@energieregion.de

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