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FAU erforscht Heizung in zwei Metern Tiefe

ZIM-Netzwerk "Oberflächennahste Geothermie und Kalte-Nahwärme 4.0" soll innovative Produkte zur Erdwärmenutzung entwickeln.

Foto: fotolia.de / NicoElNino

Im Netzwerk "OF - Nahwärme 4.0" widmen sich seit Januar 2019 Wissenschaftler und Mittelständler den Potenzialen einer neuen Erdwärme-Form: der oberflächennahsten Geothermie und Kalte-Nahwärme.

Gefördert wird das ZIM-Kooperationnetzwerk im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Die Koordinierung liegt bei Geologen der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) unter der Leitung von Dr. David Bertermann. „Das Ziel des Netzwerks ist, innovative Produkte entlang der Wertschöpfungskette – von der Kollektoranlage über die Verlegetechniken und Wärmepumpen bis zum Abnehmer – in neue Quartierskonzepte zu integrieren.“

Nur anderthalb bis zwei Meter tief werden die Kollektoren der oberflächennahsten Geothermie in der Erde installiert; Bohrungen sind für diese Technologie daher nicht nötig. Dafür wird die Wärmeträgerflüssigkeit, ein Wasser-Glykol-Gemisch, mit Hilfe einer Ringleitung zu den einzelnen Häusern transportiert. Die in den Leitungen erreichte Basiswärme wird in den Häusern dann mit Wärmepumpen jeweils auf das gewünschte Niveau gebracht.

Das Besondere an der oberflächennahsten Geothermie: „Bei dieser Technologie bietet es sich an, direkt eine Anlage für ein gesamtes Quartier, also für bis zu 150 Einfamilienhäuser, zu bauen“, erläutert Bertermann. So könnten Hausbesitzer Synergien von Netzen nutzen, die Anlagen lassen sich insgesamt besser dimensionieren, Spitzenlasten besser abpuffern als bei einzelnen Anlagen. Zudem lassen sich mit dieser Technik Gebäude nicht nur erhitzen, sondern auch abkühlen.

Derzeit besteht das Netzwerk aus drei Forschungseinrichtungen, neun mittelständischen Unternehmen und drei größeren Energieanbietern.

 

Quelle: Pressemitteilung FAU

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