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"ecosphere"-Forscher für Zukunftspreis nominiert

Prof. Dr. Thorsten Gerdes von der Universität Bayreuth entwickelte mit Industriepartnern ein neuartiges Dämmsystem mit Mikro-Hohlglaskügelchen.

Die Nominierten: (v.l.) Prof. Dr.-Ing. Thorsten Gerdes (UBT), Dipl.-Ing. (FH) Friedbert Scharfe (Maxit) und Dr. rer. nat. Klaus Hintzer (Dyneon/3M). © Deutscher Zukunftspreis / Ansgar Pudenz

Mit Begeisterung reagierte das interdisziplinäre Forscherteam der Unternehmen Dyneon (3M) und Maxit sowie des ENERGIEregion-Mitglieds Universität Bayreuth auf seine Nominierung für den "Deutschen Zukunftspreis" durch das Bundespräsidialamt am 9. September 2020. Denn mit der einhergehenden öffentlichen Aufmerksamkeit könnte die energetische Gebäudesanierung den dringend benötigten Aufschwung erfahren. Schon länger herrscht in Deutschland  Sanierungsstau: Noch immer entfallen rund 35 Prozent des Endenergieverbrauchs auf Wohn- und Nichtwohngebäude. Entsprechend hoch sind hier die bisher nicht genutzten Einsparpotenziale.

Mit "ecosphere" entwickelte das engagierte Team im Rahmen eines BMBF-Forschungsprojekts eine Wärmedämmung, welche auf einem neuartigen Mörtel und winzigen Glaskugeln beruht. Diese innovative Mischung hat eine besonders gute wärmeisolierende Wirkung, lässt sich kostengünstig herstellen und leicht verarbeiten. Es ist robust, flexibel einsetzbar und nach dem Ende der Nutzungsdauer recycelbar. 

Die leichte Handhabung – in Zukunft sogar per Roboter – macht „ecosphere“ attraktiv
Die leichte Handhabung – in Zukunft sogar per Roboter – macht „ecosphere“ attraktiv. © Deutscher Zukunftspreis / Ansgar Pudenz

"Den Sand in Zement-basierten Baustoffen durch ultraleichte Hohlglaskügelchen zu ersetzen, war sicher der entscheidende Durchbruch", ist sich Prof. Dr. Thorsten Gerdes, Leiter des Keylab Glastechnologie der Universität Bayreuth sicher. Seinen Worten nach ist die Kombination aus der mineralischen Bindemittelphase mit hohem Anteil der richtigen Glass Bubbles, die sich durch einen Spritzprozess verarbeiten lässt, die besondere Innovation. Dieser Aspekt hat echtes Zukunftspotenzial: Weil sich die Dämmung maschinell aufspritzen lässt, steht auch dem bislang am Bau noch unüblichen Einsatz von Robotern nichts mehr im Wege. Damit lassen sich zunehmend schwer zu besetzende Stellen im Baugewerbe deutlich aufwerten: Die Arbeit des Verputzers wird spürbar erleichtert, der Beruf wird sein Gesicht völlig verändern.

Bereits seit Anfang 2019 ist "ecosphere" für den Einsatz an Neu- und Bestandsbauten kommerziell und in industriellem Maßstab erhältlich.


Mehr Informationen zum Projekt und den technologischen Details finden Sie hier: https://www.uni-bayreuth.de/de/universitaet/presse/pressemitteilungen/2020/120-deutscher-zukunftspreis/index.html


Quelle: Pressemitteilung und Projektbeschreibung Universität Bayreuth

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