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3. Klimaschutzkonferenz der Metropolregion Nürnberg

Energienutzungsplan zeigt priorisierte Maßnahmen für die Erreichung der Klimaschutzziele 2050 auf Basis einer dezentralen Energielandschaft.

Dr. Peter Pluschke im Dialog mit Students for Future bei der 3. Klimaschutzkonferenz der EMN; Foto: Metropolregion Nürnberg/Peter Kolb

270 Energie- und Klimaschutzexpert*innen aus Kommunen, Wirtschaft und Wissenschaft diskutierten am 13. Februar 2020 an der Universität Bayreuth über Maßnahmen im Rahmen des Energienutzungsplans. Die Konferenz wurde vom Forum Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung der Metropolregion Nürnberg und der Kompetenzinitiative ENERGIEregion Nürnberg e.V. veranstaltet und durch die Unterstützung der Volksbanken Raiffeisenbanken ermöglicht.

Nach der Vorstellung der neuen Endenergiebilanz und des Energienutzungsplans für die Metropolregion (siehe Zusammenfassung unten und Download-Link) und einem Vortrag von Dr. Sabine Jarothe aus dem Bayerischen Ministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie zur Energie- und Klimaschutzpolitik in Bayern sowie weiteren Vorträgen, teilten sich die Konferenzbesucher*innen auf sechs Fachworkshops zu Herausforderungen in den unterschiedlichen Sektoren auf. Themen waren: "Intermodale Mobilitätskonzepte in Stadt und Land", "Umsetzung von klimaneutralen Quartierskonzepten", "Wasserstoff-Initiative  Metropolregion Nürnberg", "Klimaschutz, Ernährung und Landwirtschaft", "Biomasse – Perspektiven für Landwirte und Konsumenten" und "Frischer Wind für die Windkraft – Beispiel Neuhof a.d. Zenn". Den Abschluss der Konferenz bildete die Auszeichnungsverleihung zum "energie.effizienz.gewinner Kommunal 2020".

Energienutzungsplan für die Metropolregion Nürnberg

Der bei der Konferenz erstmals öffentlich vorgestellte Energienutzungsplan für die Metropolregion Nürnberg skizziert, dass - ohne die bestehende 10H-Regelung - eine Verzehnfachung der Windkraftkapazität auf 21.500 Gigawattstunden und eine Versechsfachung der Energieerzeugung durch Photovoltaik auf 19.900 Gigawattstunden erreicht werden könnte. Nimmt man alle anderen Potentiale wie Biomasse, Geothermie, Solarthermie, Wasserkraft und Biogas dazu, ergibt sich in Summe ein umsetzbares Potential von 57.000 Gigawattstunden für das Jahr 2050. 

Zudem wird ein massiver Ausbau der zentralen Wärmenetze notwendig sein. Bis 2035 wird dabei die Kraft-Wärme-Kopplung eine entscheidende Rolle spielen. In der Studie wurden deshalb Geoinformationssystem-basierte Wärmekataster für die Metropolregion erstellt. Für alle 600 Kommunen der Region zeigt die Studie potentielle Wärmeverbünde (Nah- und
Fernwärmenetze) und Empfehlungen für die Umsetzung von zentralen Wärmenetzen auf.

Auch müssen die Sektoren Energie und Mobilität viel stärker und effizienter miteinander vernetzt werden. Hierbei wird auf eine Kombination aus batterie-basierter Elektromobilität und alternativen Antrieben auf der Basis von Power-to-Gas oder Power-to-Liquid gesetzt. In diesem Feld greift auch die Wasserstoff-Initiative der Metropolregion, welche von den Foren Verkehr & Planung, Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung und der ENERGIEregion Nürnberg e.V. koordiniert wird.

Was ist zu tun? Weichenstellungen für die Zukunft

Durch die Umsetzung der im Energienutzungsplan skizzierten Potentiale
kann es der Metropolregion gelingen, die Treibhausgas-Emissionen bis 2050 um 91 Prozent zu senken und so das gesteckte Ziel einer Reduktion zwischen 80 bis 95 Prozent zu erfüllen. Dies setzt allerdings ein deutliches politisches Signal und Bekenntnis zu dieser Zielerreichung voraus, denen umfassende, vor Ort umzusetzende Maßnahmen folgen müssen.

Was ist nun nötig, um diese Potenziale konkret umzusetzen? Die Studie führt ein weitreichendes Maßnahmenpaket auf, das zeigt, wie Energieerzeugung und -verbrauch in den nächsten Jahren umgesteuert werden müssen.


Der Energienutzungsplan steht auf der Website des Forums Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung zum Download zur Verfügung:
https://klimaschutz.metropolregionnuernberg.de/aktuell.html

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Kompetenzinitiative für Energie & Umwelt in der

Europäische Metropolregion Nürnberg